19:45: Pacheco
Pacheco sind der Kontrapunkt zu allem, was man herkömmlich so über Musik aus Österreich denkt. Sie sind heiß, erotisch, lässig, cool und elastisch. Vor allem um die Mitte.
Als im Sommer 2003 das Pacheco-Album “La Madrugada” erscheint überschlagen sich die Kritiker vor Begeisterung. Höchstes Lob von The Gap über Der Standart und dem City Magazin bis zum ORF. Eine Einigkeit unter Journalisten und Fans, wie sie in Österreich nur selten vorkommt.
Rafael Neira Wolf, dem Mexikaner und Österreicher mit der klangvollen Stimme und dem schönen Gitarrenspiel, und seiner Band Pacheco gelingt ein fulminanter Start.
Grandiose Liveband. Pacheco
Derart ins Rampenlicht katapultiert, will man die Band auch live sehen und so folgen zahlreiche Konzerte auf den wesentlichen Bühnen Österreichs. Von der Arena Wien, über den Posthof Linz, Ostbahn Kurtis Flüchtlingsball bis zum Porgy und Bess und Zawinul’s Birdland. International brillieren Pacheco vor allem am Sziget Festival (Budapest), am V.O.L.T. Festival (Sopron) und bei der Cologne Jazznight (Köln). Puncto Konzerten nimmt die “Häfn-Tour” einen ganz besonderen Stellenwert ein – wie weiland Johnny Cash brachten Pacheco ein wenig Stimmung hinter die Gitter der Strafanstalten Simmering, Korneuburg und Josefstadt.
Grooviger Stilmix. Pachecho bewegen dich.
Von der Strafanstalt bis zum Jazzclub – schon anhand der verschiedenen Konzerthallen kann man erahnen, dass Pacheco sich stilistisch nicht festlegen lassen. Latin, Funk, Rock, Pop. Lebensgefühl in Englisch oder Spanisch. Wärme und Sonnenschein. Stets groovy. Eine Einladung zum Tanz. Pacheco ist eine Liveband, die es versteht gemeinsam mit ihrem Publikum eine Party zu feiern. Die treibende Musik geht vom Bauch in die Füße und erst irgendwann später merkt man, dass die Melodien sich auch schon längst im Kopf festgesetzt haben.
Bandleader Rafael Neira Wolf: „Wir machen gern Bossa, wir machen gern HipHop, oder Soul, oder Ska, aber wir sind kein Bossa-Band und wir sind kein Soul-Act. Wir sind Pacheco und wir stehen für ein sehr, sehr weites klangliches Spektrum. Ich wäre gelangweilt, wenn ich nur in einer Schiene feststecken würde. Das ist wie im Leben. Da gibt’s so verrüttelte Situationen, die gar nichts miteinander zu tun haben und die passieren auch ganz kurz hintereinander.”
2003 ist für Rafael Neira Wolf der Sound der Trompete bestimmendes Merkmal, sehr Mariachi-lastig gibt sie Pacheco Farbe und Sinn. Mittlerweile sind zur Trompete eine Posaune und ein Saxophon dazugekommen, sodass der Bläsersatz nunmehr einen ganz prägenden Eckpfeiler des Pachcosounds darstellt.
Fans der Band dürfen sich auf den Release des zweiten Albums noch 2009 freuen.




